«No transition without transmission» - Ein starkes und modernes Stromnetz für die Energiezukunft
Hintergrund
Das Übertragungsnetz wird oft als Rückgrat des Energiesystems bezeichnet – es funktioniert wie eine Autobahn, die den Strom über weite Strecken mit hohen Spannungen transportiert, bevor er an die Endverbraucher verteilt wird. In der Schweiz durchziehen mehr als 6’700 Kilometer Höchstspannungsleitungen das Land, die von über 12’000 Masten getragen werden.
Seit die ersten Hochspannungsleitungen in den 1920er Jahren in der Schweiz gebaut wurden, um Strom aus grossen Wasserkraftwerken in die städtischen Zentren zu leiten, hat sich das Netz kontinuierlich weiterentwickelt – insbesondere seit den 1960er Jahren, als die Kernkraft integriert wurde. Auch heute ändert sich Art und Weise des Energieverbrauchs und der Energieerzeugung erneut grundlegend. Da der ins Netz eingespeiste Strom zunehmend dezentralisiert und variabel produziert wird, beispielsweise durch Wind- oder Solaranlagen, während gleichzeitig die Nachfrage durch Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Rechenzentren steigt, muss das Netz flexibler werden. Doch die Planung und Genehmigung neuer oder verbesserter Infrastrukturen ist nach wie vor komplex, kostspielig und langwierig.
ESG-Massnahmen
Swissgrid, die nationale Netzgesellschaft der Schweiz, entwickelt regelmässig einen mehrjährigen strategischen Netzplan auf der Grundlage von Energieszenarien des Bundesamts für Energie und in Abstimmung mit internationalen und lokalen Interessengruppen. Dieser kollaborative, szenariobasierte Ansatz hat sich auch bei unvorhergesehenen Ereignissen wie der Energiekrise 2022 als widerstandsfähig und robust erwiesen.
Swissgrid hat im Rahmen des Strategischen Netzes 2040 insgesamt 31 wesentliche Netzprojekte identifiziert oder bestätigt, die bis 2040 Investitionen von rund 5.5 Milliarden Franken erfordern.1 Ein wichtiger Grundsatz beim Netzausbau ist, dass Swissgrid zuerst die bestehende Infrastruktur optimiert, dann verbessert und erst bei Bedarf ausbaut.2 Zu den wichtigsten Projekten gehört die Installation von vier neuen Phasenschiebertransformatoren in der Westschweiz, die den grenzüberschreitenden Stromaustausch verbessern und die Grundlage für eine noch bessere Anbindung an die europäischen Nachbarländer schaffen. Ein weiteres Beispiel ist der Ersatz einer alten Freileitung zwischen Airolo und Göschenen durch ein Erdkabel in der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Durch die Koordinierung mit anderen grossen Infrastrukturprojekten können die mit neuen Übertragungsleitungen typischerweise verbundenen landschaftlichen, optischen und ökologischen Auswirkungen minimiert werden.
Ergebnis
Das Strategische Netz 2040 geht auf diese Herausforderungen ein, indem es den Netzausbaubedarf ermittelt und gleichzeitig die bestehende Infrastruktur effizient nutzt, um Kosten sowie ökologische und soziale Auswirkungen zu verringern. Die nationale und internationale Koordination – über Sektoren wie Verkehr und Energie hinweg – kann die oft langwierigen Genehmigungsverfahren beschleunigen. Im Zuge der Transformationen der Energiesysteme trägt Swissgrid somit entscheidend dazu bei, dass die Schweiz ihre Dekarbonisierungsziele erreicht und auch für kommende Generationen eine sichere Stromversorgung gewährleistet ist.
Hinweis: Die Fallstudie dient nur zur Veranschaulichung. Die Beteiligungen können sich ändern. Es handelt sich hierbei nicht um eine Anlageberatung zum Kauf oder Verkauf der vorgestellten Wertpapiere.
Footnotes and important information
- „Netzentwicklungsprojekte bis 2040 – Swissgrid präsentiert das Netz der Zukunft“, Swissgrid, 2025.
- Gemeinhin als NOVA-Prinzip bezeichnet, abgeleitet aus dem Deutschensteht für Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau.
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