Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in der Praxis
Hintergrund
Die Photovoltaik-Solartechnologie gilt weithin als eine der wichtigsten Triebfedern für die Bemühungen um die Dekarbonisierung der Energiesysteme. Im Jahr 2024 wird die Solarenergie in der Europäischen Union zum ersten Mal mehr Strom erzeugen als Kohle.1 Aber die Technologie bringt auch einige Herausforderungen mit sich. Grosse Solarkraftwerke benötigen Flächen, die mit anderen Nutzungen, z. B. der Landwirtschaft, in Konflikt geraten können. Für die Herstellung der Module und anderer Komponenten, die für den Bau benötigt werden, werden grosse Mengen an Materialien wie Kupfer, Glas oder kristallines Silizium benötigt.
Bei Sunscreen, einer Gruppe von Solarkraftwerken in Südeuropa und EIP-Portfoliounternehmen, bemüht sich unser Partner ContourGlobal, genau diese Nachteile mit einem ehrgeizigen Technologie-Upgrade- und Recyclingplan zu beheben.
ESG-Massnahmen
Im Jahr 2024 hat ContourGlobal damit begonnen, die Solarflotte in Italien erheblich zu modernisieren. Das Projekt umfasst in einer ersten Phase die Erneuerung der Komponenten, d. h. den Austausch alter Module und Wechselrichter durch modernste Technologie und bessere Nachführsysteme. Diese Aufrüstung steigert die Effizienz und schafft die Voraussetzungen für die zweite Phase – das Repowering -, in der die höhere Leistungsdichte der neuen Module genutzt wird, um zusätzliche Kapazitäten zu installieren, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung und des Netzanschlusses. Durch die Modernisierung und das Repowering der italienischen Solarflotte werden 18 Megawatt hinzukommen, wodurch sich die installierte Gesamtkapazität auf 113 Megawatt erhöht. Darüber hinaus soll auch die Nachhaltigkeitsleistung der Flotte insgesamt verbessert werden.
Dank der höheren Leistungsdichte der Module der nächsten Generation, die bei gleicher oder grösserer Produktionsleistung weniger Einheiten und damit relativ weniger Platz benötigen, wird die Aufrüstung ohne Vergrösserung der Grundfläche durchgeführt. Ausserdem werden die ausrangierten Module am Ende ihres Lebenszyklus so aufbereitet, dass 97 % der darin enthaltenen Materialien zurückgewonnen werden. Soweit möglich, werden die Stahlkonstruktionen der Freiflächenanlagen und die Wechselrichter wiederverwendet oder einer ähnlichen Behandlung unterzogen.
„Die Modernisierungs- und Repowering-Projekte unserer Solarkraftwerke in Italien zeigen den relevanten technologischen Fortschritt sowie die Nachhaltigkeits-Upgrades, die die kommende Phase der Entwicklung erneuerbarer Energien dank der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft viel umweltfreundlicher machen“, sagt Antonio Cammisecra, CEO von ContourGlobal.
Ergebnis
Nach seiner Fertigstellung wird das Projekt nicht nur die jährliche Stromproduktion ohne zusätzliche Flächen um 43 % erhöhen, sondern auch den Kreislaufcharakter der Solarkraftwerke verbessern und sicherstellen, dass der erzeugte Strom in Zukunft nachhaltiger und ressourceneffizienter ist.1
Hinweis: Die Fallstudie dient nur zur Veranschaulichung. Die Beteiligungen können sich ändern. Es handelt sich hierbei nicht um eine Anlageberatung zum Kauf oder Verkauf der vorgestellten Wertpapiere.
Footnotes and important information
- Dies geht aus den Daten hervor, die im European Electricity Review 2025 analysiert wurden, der von der Klimaschutz-Denkfabrik Ember veröffentlicht wurde.
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